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Ein Süßkraut mit kalorienfreier Süßkaft – Stevia als Zuckerersatz

Ernährung

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©panthermedia.net Heike Rau

Konsumenten, die kalorienbewusst leben oder aus gesundheitlichen Gründen auf Zucker verzichten, sind auf der Suche nach einem gesunden und zugleich wohlschmeckenden Zuckerersatz. Wer künstlichen Süßstoff ablehnt, wird zu einem natürlichen Produkt greifen wollen. Stevia als Zuckerersatz ist eine interessante, bislang bei uns noch zu entdeckende Alternative.

Von Indios seit Jahrhunderten genutzt

Was ist eigentlich Stevia? Dabei handelt es sich um eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die ursprünglich in den Gebirgsregionen zwischen Paraguay und Brasilien zu Hause ist. Die Indios wissen schon seit Jahrhunderten um die Süßkraft und schmecken damit ihren leicht bitteren Mate-Tee ab. In ihrer Sprache nennen Sie das Gewächs auch Süßblatt oder Süßkraut. Ein anderer Name, Honigkraut, zeigt in etwa an, in welche Richtung die Geschmacksnote geht.

Dreißigmal mehr Süßkraft als Zucker und kalorienfrei

Die Süßkraft von Stevia als Zuckerersatz übersteigt die von Zucker um das Dreißigfache und sitzt vor allem in den Blättern. Der Vorteil gegenüber Zucker: Es macht nicht dick, enthält keine Kalorien und wird auch von Diabetikern gut vertragen. Nicht nur in Südamerika, auch in Japan und anderen Ländern Asiens wird das Süßkraut daher seit Jahrzehnten auf Plantagen angebaut und die Blätter im großen Stil zu Zuckerersatz weiterverarbeitet. Auch in Australien und Neuseeland konnte es sich durchsetzen und in den USA ist es seit 2008 als Bestand in einem Süßstoff zugelassen. Irgendwelche krankheitserregenden Substanzen enthält das süße Kraut laut Studien der Weltgesundheitsbehörde nicht.

Gesundheitlich völlig unbedenklich

Trotz wissenschaftlich erwiesener Unbedenklichheit ist Stevia als Zuckerersatz bislang in der EU nicht zugelassen. Klartext: Pulver oder Granulat sind bislang nur als kosmetisches Mittel im Handel und kann über das Internet bezogen werden. Die Behörden zögerten, weil alte Studien nicht eindeutig seien. Neue Studien belegen hingegen klar die Ungefährlichkeit des süßen Blattes – die Zulassung von Stevia als Zuckerersatz in Europa steht nach Expertenmeinungen kurz bevor. Dann könnten auch deutsche Naschkatzen auf den Geschmack der Indios kommen.

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