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speedsgag - das fröhliche und informative Pferdeforum
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Autor Thema: Reitschulen und das erträgliche Maß der Haltung!  (Gelesen 732 mal)
christi281
Husar
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 76



« am: 26.Apr.2008, 22:39 »

Habt ihr euch eigentlich mal Gedanken gemacht was ertäglich ist bei der Arbeit mit Pferden?

Hab mich mit meine rFreundin über nsere Reitschule unterhalten.
Unsere RL ist eine total nette Frau Anfang 30.
Sie leitet seit ca 3 Jahren den Betrieb und hat sich alles selber aufgebaut und erarbeitet.

Sie bietet Reitunterricht bis Kl a -L.
Hat Schulpferde die dementsprechend ausgebildet sind.
Ich lerne sehr viel bei ihr muss aber immer wieder festestellen das unser Denken bei der Haltung auseinander geht.
Sie hat sehr große Wiesen und möchte nicht das das Gras als Alleinfuttermittel reicht. Ist ja auch ok. Wenn aber ein Schulpferd morgens geritten wird bleibt es im Stall auch wenn es keine Stunde mehr gehen muss.
Ein anderes Pferd das vor uns in der Stunde läuft wird mitsamt Sattel und trense in der Box angebunden bis es um 14 Uhr weiter geht.

Ihr eigenes Pferd bindet sie um 8 Uhr in der Halle an und reitet um halb 11 nachdem sie 2x Unterricht gegeben hat.

Mein Schulpferd hatte ein völlig kaputtes Apple mouth Gebiss und erst als ich sie 2x darauf hingewiesen hab und mich geweigert habe damit zu reiten hat sie es ausgetauscht.

Es ist natürlich nicht alles negativ auf diesem Betrieb aber solche Sachen wundern mich immer wieder.
Muss ein Pferd so lange angebunden stehen? Es spricht ja nichts dagegen kurz vorher zu putzen und zu satteln.

die Boxen sind z.B immer ganz sauber und frisch eingestreut, egal wann man da ist. Und Futter bekommen die Pferde auch genug. Keines ist in einem schlechten Zustand. Die Futterqualität ist auch optimal.

Habt ihr solche Sachen auch schon erlebt? Wird man abgebrühter wenn man mit den Pferden Geld verdient bzw verdienen muss?
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samadhi
Administrator
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Beiträge: 1174


...die mit dem Elch tanzt...


« Antworten #1 am: 26.Apr.2008, 23:07 »

Wird man abgebrühter wenn man mit den Pferden Geld verdient bzw verdienen muss?

Oh ja, das wird man... leider. Weil das Pferd nicht mehr "Kumpel" und Partner ist, sondern (zwangsläufig) Erwerbsmittel  Sad
Dadurch und durch interne Abläufe in der täglichen Routine verändern sich sicherlich viele Einstellungen. Allerdings sind die von dir geschilderten Handhabungen mit Anbinden über Stunden, z.T. sogar gesattelt, nicht tiergerecht und sicherlich auch nicht sinnvoll. Das längere gesattelt Herumstehen führt dazu, dass sich der Sattel verschiebt - das wiederum verursacht Druck und kann ihr auch Verluste durch den Ausfall des Pferdes verschaffen (vielleicht bringst du mal das Argument, wenn alles andere versagt...). Das kaputte Gebiss kann man entweder als "verdrängte Info" betrachten oder als absolute Kaltschnäuzigkeit. (letzteres paßt aber nicht wirklich zu der Beschreibung, die du ansonsten von der Frau gibst). Vielleicht ist sie auch mit dem Betrieb ein wenig überfordert und verzettelt sich im Ablauf - auch da könnte man vielleicht helfen.

Koppelgang für Schulpferde wird häufig nur eingeschränkt gewährt: Auf der Koppel herrscht ein größeres Verletzungsrisiko. Außerdem kostet der Koppelgang Kraft (das ist auch der Grund, warum viele Turnierpferde nicht "raus" dürfen. O-Ton eines Dressurausbilders: "Wenn der L gehen soll, darfst du ihn aber nicht mehr auf die Weide stellen. Der braucht die Kraft woanders"  Undecided ).

Man muß auf jeden Fall Abstriche machen, denn bei wirklich artgerechter Haltung wäre eine normale Reitstunde auf Schulpferd nicht bezahlbar. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die eher auf Gedankenlosigkeit oder gar Faulheit der Stallbesitzer/Reitlehrer basieren und die kann man beeinflussen  Wink
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Die wenigsten angeblichen "Neuerungen" im Reitsport sind wirklich neu, sondern bereits vor Jahrhunderten wieder verworfen worden.
(Klaus Balkenhol)
sternchen*
Dragoner
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 182



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« Antworten #2 am: 27.Apr.2008, 11:49 »

Bei mir war es damels so, dass sie Schulpferde jaden Tag 4-5 stunden gelaufen sind, dann auf die weide kamen für 4-5 Stunden und dann in der box standen, wir mussten ordentlich putzen und vernünftig satteln, sonst durften wir nicht reiten, nach denm reiten mussten id epferde abgebürstet werden und die Sattellage abgewaschen werden!!

Mit 25 sind sie dann auf eine weide in rente gekommen, wo sie bleiben durfen bis sie gestorben sind (da haben sich dann noch 5-6 leute drum gekümmert)

Das war eigentlich total gut, die pferde waren auch nicht verbraucht oder so, sondern hatten noch Spaß an der arbeit und sie sind bis ins hoha alter fit geblieben!! Die meisten sind so um die 30-33 Jahre alt geworden, das waren alles Pferde, ponys hatte er leider nicht!!
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